Dieses Wochenende veröffentlichte Google einen neuen Beitrag zum Thema: „Richer mobile shopping experience this holiday season“. Da die Zugriffe über mobile Endgeräte stetig steigen, will Google kaufinteressierte User bereits in der Suche mit wichtigen Informationen bedienen. Oft wird von „richer mobile shopping experience“ gesprochen.

Bevor Kunden sich zum Kauf entscheiden, wollen sie detaillierte Informationen zum Produkt. Dazu gehören zum Beispiel technische Details oder Berichte anderer Käufer. User, die online nach Geschenkideen suchen, können in den Erweiterungen die nächstgelegene Filiale sehen, in der ihre Produktauswahl lagernd ist.

Local inventory ads

Händler, die ihre Produkte auch lokal verkaufen, können diese mit den sogenannten “local inventory ads” hervorheben.

(Quelle: http://adwords.blogspot.co.at/2014/11/richer-mobile-shopping.html)

Local inventory ad
(Quelle: http://adwords.blogspot.co.at/2014/11/richer-mobile-shopping.html)

 

Szenario 1 – Last-Minute-Einkäufer: Kunden, die ihr Geschenk nicht mehr pünktlich zur Weihnachtsbescherung erhalten würden, sehen in welchem nächstgelegenen Geschäft Ihr Produkt erhältlich ist.

Szenario 2 – Hochpreisige Produkte: Kunden können sich online detailliert informieren und mit dem Erlebnis im Geschäft Ihren Einkauf abschließen. Click & Collect ist eine beliebte Option, die Sie Ihren Kunden zusätzlich anbieten können.

Local storefront

Klickt der User auf eine lokal verfügbare Anzeige, gelangt er in den “local storefront”. Dort erhält er Informationen zum Geschäft wie die Adresse, Anfahrt, Telefonnummer, .. und Details zur Verfügbarkeit des Produktes.

Local storefront (Quelle: http://adwords.blogspot.co.at/2014/11/richer-mobile-shopping.html)

Händler bezahlen lediglich für den Klick auf ihre Anzeige, innerhalb des local storefronts werden die Klicks nicht verrechnet.

Releated items on locale storefront

Scrollt der User im local storefront, erhält er weitere verknüpfte Produkte angezeigt.

Releated items (Quelle: http://adwords.blogspot.co.at/2014/11/richer-mobile-shopping.html)

Related items (Quelle: http://adwords.blogspot.co.at/2014/11/richer-mobile-shopping.html)

Local inventory ad - Local Storefront - Releated Items (Quelle: http://adwords.blogspot.co.at/2013/10/google-shopping-goes-local.html)

Local inventory ad – Local Storefront – Releated Items (Quelle: http://adwords.blogspot.co.at/2013/10/google-shopping-goes-local.html)

All diese Erweiterungen sind aktuell nur für teilnehmende Händler in den USA verfügbar. Wer nicht die üblichen 1-2 Jahre warten möchte, bis diese Optionen auch für Europa freigeschalten sind, kann sich in der Zwischenzeit für die neu gelaunchten Merchant Promotions (möglich in UK, Deutschland, Frankreich, Australien und Indien) anmelden.

Merchant Promotions

Gemeinsam mit den Produktinformationen wird ein spezieller Angebotslink angezeigt. Diese Erweiterung wurde erstmals vor zwei Jahren in den USA eingeführt. Aufgrund des positiven Feedbacks können sich Händler jetzt auch in Deutschland anmelden, um die Merchant Promotions zu nutzen.

Merchant Promotions (Quelle: http://adwords-de.blogspot.co.at/2014/11/mit-merchant-promotions-auf-ihre.html)

Merchant Promotions (Quelle: http://adwords-de.blogspot.co.at/2014/11/mit-merchant-promotions-auf-ihre.html)

 

Unser Tipp

Auch wenn von den oben genannten Erweiterungen nur die Merchant Promotions in Deutschland aktiv sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Google local inventory ads und local storefront für Europa freigibt. Informieren Sie sich laufend über die neuesten Erweiterungen und melden Sie sich rechtzeitig an. Sie werden sich von der Masse abheben und Ihre Kunden werden es Ihnen danken.

Ein lateinisches Sprichwort lautet „Hic Rhodos hic salta“. Im übertragenen Sinne bedeutet es: „Zeige hier was du wirklich kannst“. Dieses Zitat hat auch in der heutigen E-Commerce Welt noch seine Gültigkeit, denn mit den neuen Interaktionsanzeigen von Google kann man durch Imagevideos, Produktvideos und interaktive Katalogformate seiner Zielgruppe genau zeigen, was man “kann”.

Was sind Interaktionsanzeigen?

  • Interaktionsanzeigen werden in Form von Videos oder Produktkatalogen im Google Display Netzwerk ausgespielt
  • Man kann die Ausspielung mit Hilfe von Placements, Themen und Retargeting steuern
  • Sie bezahlen per Engagement (CPE). Erst wenn der Kunde mit der Anzeige interagiert, wird der CPE abgerechnet

Was bringen mir die Interaktionsanzeigen?

  • Die Markenbotschaft kann einfach ins gesamte Google Display Netzwerk getragen werden
  • Dadurch, dass der potentielle Kunde mit der Anzeige interagiert, wird diese noch attraktiver
  • Die Zielgruppenansprache kann durch die Interaktionsanzeigen beispielsweise von Youtube auf das Google Disyplay Netzwerk ausgeweitet werden

Welche Möglichkeiten habe ich als Werbender mit einem Google Adwords Account?

Hover-to-play

Hover-to-Play-Anzeigen werden auch „Anzeigen mit Mouseover-Wiedergabe“ bezeichnet. Nach einer mindestens zwei Sekunden andauernden Interaktion des potentiellen Kunden mit der Anzeige (Mouseover) startet ein Countdown. Erst wenn dieser abgelaufen ist und das Video startet, zahlt der Werbende für die Interaktion.

 

(Quelle: http://www.richmediagallery.com/formatDetail/?id=132)

(Quelle: http://www.richmediagallery.com/formatDetail/?id=132)

 

 

 

 

 

 

 

o   Standbild am Ende und am Anfang der Vorführung

o   Aufmerksamkeit durch bewegte Bilder

o   Zwei Sekunden bis zur Interaktion

Video in a Lightbox

Die Lightbox-Anzeigen starten als In-Page-Anzeige, die nach einem Mouseover von zwei Sekunden vergrößert wird.

(Quelle: http://www.richmediagallery.com/formatDetail/?id=93)

(Quelle: http://www.richmediagallery.com/formatDetail/?id=93)

o   Automatische Vergrößerung

o   Auswahl an verschiedenen Videos auf der Seite

o   Einfaches Stoppen des Videos

Catalog in a Lightbox 

Auch der Katalog beginnt als In-Page-Anzeige und wird nach zwei Sekunden auf Lightbox Format mit Katalogfunktion maximiert.

(Quelle: http://www.richmediagallery.com/formatDetail/?id=130)

(Quelle: http://www.richmediagallery.com/formatDetail/?id=130)

o   Vorteile eines Offlinemediums online nutzen

o   Direkte Verlinkung zur Produktseite

o   Katalogseiten-Tracking

 

Mein Tipp:

o   Lightbox oder Hover-to-play Videos sollten keine längere Videospielzeit als 30 Sekunden haben

o   Am Ende des Videos stellt ein Call To Action Button eine direkte Verbindung zum Shop dar, diese Chance sollte genutzt werden

 

Mit den neuen Shopping Kampagnen können Retailer in Zukunft einfacher Ihre Produkte in Google AdWords verwalten. Die Kampagneneinstellungen ähneln nun den bekannten Einstellungen von Textanzeigen. Gebote, Standortausrichtungen und vieles mehr lassen sich bequem in einer eigenen Shopping Kampagne managen. Neu ist auch, dass es die gewohnte Anzeigengruppen-Struktur nicht mehr in dieser Form geben wird.

So setzen Sie eine Shopping Kampagne auf: Loggen Sie sich in Ihrem AdWords Konto ein. Anschließend erstellen Sie eine neue Kampagne und wählen den Typ “Shopping”. Geben Sie Ihrer neuen Kampagne einen Namen und verknüpfen Sie diese Kampagne mit Ihrem Merchant Center. Alle weiteren Einstellungen, wie Budget und Ausrichtung, ähneln den gewohnten Optionen. Speichern Sie Ihre Einstellungen und Sie erhalten im nächsten Schritt eine neue Kampagne mit allen Produkten.

Shopping Kampagne erstellen

neue Shopping Kampagne erstellen

Produktgenaues Bidmanagement

Die neuen Optionen werden von Retailern gerne genutzt, um Produkte nach Marken und Kategorien im Interface zu bündeln. In vielen Fällen endet die Granularität für Retailer bei Marken. Hier werden auf Marken-Ebene Produkte zusammengefasst und in eine Gruppe mit dem gleichen CPC Gebot gepackt. Viele Produkte innerhalb einer Marke haben jedoch ein höheres oder niedrigeres CPC Gebot verdient und bleiben somit auf der Strecke. In der Spalte “Impression Share” können Sie sehen, wie häufig Ihre Anzeige anteilsmäßig an den maximal möglichen Impressions geschalten bzw. nicht geschalten wurde. Dieser prozentuelle Anteil lässt sich hauptsächlich durch produktspezifische Gebotsanpassungen verbessern.

 Fernbleiben von unrentablen Auktionen

Negative Keywords sind bei Textanzeigen Gang und Gebe, jedoch wissen viele Retailer nicht, dass Sie auch bei Shopping Kampagnen zum Einsatz kommen können. Keyword-Kombinationen die “gebraucht” oder “gratis” enthalten, können gleich von Anfang an getrost als negative Keywords eingebucht werden. Um das Maximum an Effizienz des Mediabudgets herauszuholen, sollte für jedes Produkt täglich der Suchanfragenbericht kontrolliert und auf unrentable Suchanfragen geprüft werden.

 Produkte auf die schwarze Liste setzen

Innerhalb von Marken oder Produktkategorien gibt es häufig schwarze Schafe die Mediabudget fressen und dabei keinen rentablen Umsatz liefern. Jene Produkte gilt es, automatisiert oder manuell zu pausieren, um deren Budgetanteil auf rentablere Produkte zu übertragen. Ändern sich die Vorgaben vom effektiven Mediabudgeteinsatz auf mehr Reichweite, wie es das Weihnachtsgeschäft oft verlangt, müssen alle Produkte individuell wieder aktivierbar sein.

Ausfälle und Kontosperren vermeiden

Um ein reibungsloses Werben in Google zu ermöglichen, sind Ausfälle, verursacht durch fehlerhafte Datenfeeds, auf jeden Fall zu vermeiden. Fehlerhafte Datenfeeds führen früher oder später zu Sperren des Merchantcenter Kontos und infolgedessen zur Stillegung der ShoppingAds. Besonders bei häufigen Preisänderungen werden Datenfeeds gerne abgelehnt, weil die Werte aus dem Merchant Center nicht mit jenen auf der Landingpage übereinstimmen.

Fazit

Betrachten Sie jedes Ihrer Produkte einzeln und vergeben Sie individuelle CPC Gebote. Damit erhöhen Sie die Wirksamkeit Ihres Budgets und können mithilfe einer produktgenauen Struktur gezielt negative Keywords einbuchen. So bleiben Sie von unrentablen Auktionen fern und spielen Budget frei, dass Sie Ihren umsatzbringenden Produkten zuteilen können.

newsletter-txtadvsPLA_blogProduct Listing Ads haben herkömmliche Textanzeigen an Profitabilität mittlerweile überholt. Besonders für Retailer stellen sich folgende Fragen: “Muss man seine AdWords-Strategie ändern? Wie sinnvoll ist es, Produkte noch über Text Ads zu bewerben, wenn PLAs doch eigentlich günstiger und oft umsatzstärker sind? Gibt es Synergieeffekte, die sich aus der Anwendung ergeben können?”

In unserem kostenlosen Experten-Webinar am 8.5. 2014 erfahren Sie,

  • wie sich die Performance von Text Ads im Vergleich zu Product Listing Ads entwickelt hat
  • welche Synergien sich aus der Nutzung von Google AdWords Text Ads & PLAs ergeben
  • wie aus PLA Suchanfrageberichten hochrentable Keywords extrahiert werden
  • wie die so gewonnenen Keywords und Insights für Textanzeigen massiven Mehrwert generieren
  • welche Änderungen die für August angekündigte Umstellung auf Shopping Campaigns mit sich bringt

Im Anschluss an das Webinar beantworten unsere E-Commerce-Experten gerne alle auftauchenden Fragen.

Zur Anmeldung geht’s hier.

Details auf einen Blick:
Datum | 08. 05. 2014 um 14 Uhr
Dauer | ca. 30 Minuten, im Anschluss Q&A
Ort | Das Webinar findet online statt.
Speaker | Hüseyin Gürbey

Diese Woche hat Jerry Dischler, Googles Vice President of Product Management, einige Neuerungen im AdWords-Bereich vorgestellt – wir haben den Livestream mitverfolgt und für euch die wichtigsten Dinge notiert. 

Livestream Google

Bessere Bewerbungsmöglichkeiten für Apps

Prinzipiell geht es um eine aufwandseffizientere und plattformübergreifende Bewerbung von Apps und einer besseren Nachvollziehbarkeit (zB. hat ein Kunde eine App auch wirklich installiert). Hinzu kommt eine Form des Retargetings, wenn eine App bereits installiert ist – dann werden auf der Suchergebnisseite relevante App-Inhalte gezeigt.

Cross-Device-Measurement

Hier wurden die alten hochgerechneten “Total Estimated Conversions” nochmals vorgestellt. Dabei wird ein multiplikativer Faktor (den Google selbst durch Studien ermittelt hat) zur Anzahl der Conversions hinzuaddiert. Hier sehen wir keine großartige Neuerung, wir warten noch immer auf eine Lösung von Google für die Cross-Device/Channel Messung.

Bulk-Actions

Es gibt nun bald auch mehr Bulk-Actions. Ein paar Lebenserleichterungen für das Account Management, prinzipiell auf Einstellungsebene für Kampagnen.

Automated Bidding

Google treibt sein Bid-Management weiter. Bald ist es beispielsweise möglich, den maximalen Umsatz als Strategie auszuwählen. Eine Optimierung auf Basis einer Ziel- oder Maximal-Kosten-Umsatz-Relation scheint derzeit nicht geplant. Ebenso ist es möglich, auf maximale Conversions als Strategie zu wechseln.

Advanced Custom Reporting

Wohl die mächtigste und interessanteste Innovation. Mit dieser Innovation könnnen extrem einfach Reports und Graphs aus allen Accountdimensionen zusammengestellt werden. Diese können dann gescheduled und zum Beispiel als Report verschickt werden. Hierzu wird man mehr von Google erwarten können, vor allem mit der hauseigenen ChartAPI.

Your own “Lab” oder Campaign Drafts

Die bereits bekannten Advanced Campaign Experiments bekommen nun eine neue Bedienoberfläche. Anstatt dass Kampagnen, AGs, Keywords, Textads etc. als Test oder Control angelegt werden, werden nun Draft Campaigns erstellt, auf die die Test und Control-Groups (= Trafficsplit) festlegt werden können. Draft Campaigns können dann einfach zu normalen aktiven Kampagnen überführt werden. Dies entspricht einer besseren Umsetzung der ohnehin guten Advanced Campaign Experiments, die bislang eigentlich relativ wenig breiten Anklang fanden.

Fazit

Es wird einige Arbeitserleichterungen für Account Manager geben. Google dringt im Bid Management weiter vor und sagt Bid-Management-Anbietern stärker den Kampf an. Interessant bleibt jedoch, vor allem bei Shopping-Campaigns, wie bei sehr long-tail-lastigen Strukturen das Bidding aufgrund mangelnder Performance-Daten optimiert werden kann. Die Bewerbungsmöglichkeiten für Apps wurden verstärkt und hier kann man auch in Zukunft mehr von Google erwarten. Cross-Device-Measurement ist noch immer unterentwickelt, in diesem Bereich erwarten wir uns noch mehr. Custom Reporting verspricht noch bessere Einblicke für die Account Owner.

sitelinks

Immer wieder werden wir gefragt, was es genau mit Sitelinks auf sich hat – wie wird die Ausspielung bestimmt und wie wertet man sie aus? Nun gut. Sitelinks sind nicht nur eine übersichtliche & relativ einfache Art, Anzeigen um wichtige Infos zu erweitern, sondern haben auch wesentlichen Einfluss auf Googles Ad Rank, worauf wir mit diesem Blog-Beitrag nochmals deutlich hinweisen wollen. Der Anzeigenrank berechnet sich nämlich nicht nur aus CPC und Qualitätsfaktor, sondern kalkuliert mittlerweile auch den Einfluss von Ad Extensions wie Sitelinks mit ein. Gleichzeitig ist der Ad Rank ein wesentlicher Faktor in der Berechnung der Wahrscheinlichkeit, mit der eine Anzeige überhaupt inklusive Sitelinks angezeigt wird. Ausserdem werden dadurch die angezeigte Position und/oder Klickkosten verbessert.

Richtlinien für Sitelinks

Im Prinzip gelten die gleichen Richtlinien wie für Text Ads auch für Sitelinks. Angefangen bei der Länge des Textes bis hin zu Anforderungen an die Ziel-URL müssen einige grundlegende Dinge unbedingt beachtet werden:

  • Die Länge des Linktextes darf 25 Zeichen nicht überschreiten
  • Bei Enhanced-Sitelinks können zusätzlich 2 Beschreibungstextzeilen mit je 35 Zeichen befüllt werden.
  • Genauer, klarer, eindeutiger Text
  • Jeder Sitelink muss auf eine innerhalb der Sitelink-Gruppe eindeutige Seite verlinken
  • Der Policy-Check wird bei Sitelinks angewendet (Marken, Verwendung von Zeichen, etc)

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Überhaupt nicht zulässig sind zB das Auslösen eines Downloads bei Klick auf den Sitelink oder das Verwenden unnötiger Symbole im Text

Auswertung

Die Sitelink-Performance kann ganz einfach über einen Klick auf den Tab “Anzeigenerweiterungen” und Auswahl von “Anzeigen: Sitelinks-Erweiterung” im Drop-Down aufgerufen werden.

Kampagnenverwaltung-2

 

Für jeden Sitelink stehen dann aus Google Adwords gewohnte Statistiken zur Verfügung, die auch Spielraum zur Optimierung der Sitelink-Texte eröffnen.

FAZIT

Jede Kampagne sollte über mindestens 6 Sitelinks verfügen, die im Idealfall als Enhanced Sitelinks (= 2 zusätzliche Beschreibungszeilen) gepflegt werden. Diese Sitelinks müssen den Google Richtlinien entsprechen und sollen dabei möglichst attraktiv erscheinen. Durch sorgfältiges Aufsetzen der Sitelinks und laufende Optimierung können hier noch einige Prozent an Accountleistung herausgeholt werden.

Vor wenigen Wochen hat Google sein neues Produkt “Dynamic Retargeting Ads for Retailers” im deutschsprachigen Raum ausgerollt. Diese innovative Werbeform blieb bisher ausschließlich Kunden von Servicedienstleistern wie “criteo” vorbehalten. Unter “Dynamic Retargeting” versteht man prinzipiell Werbebanner, die basierend auf Nutzerverhalten (Surf/Purchase/Abort) beim Besuch einer Website dynamisch generiert werden.

Dieser Beitrag zeigt

  • die notwendigen Start-Voraussetzungen
  • die vielfältigen Targetingmöglichkeiten
  • die Anpassungsmöglichkeiten der Werbemittel
  • erste Ergebnisse,

und versorgt Sie so mit allen Facts zum Start von Google Dynamic Retargeting Ads for Retailers.

Voraussetzungen

Um mit “Dynamic Retargeting” starten zu können, gibt es zwei wesentliche Voraussetzungen:

  • Merchant-Center-Account + validem Feed
  • Dynamic Retargeting Code implementieren bzw. bestehenden Code adaptieren

Während das Einrichten einer AdWords-Kampagne + Verknüpfung relativ leicht von der Hand geht, ist die Adaptierung des Javascript-Codes eine nicht ganz triviale Angelegenheit. Google stellt jedoch eine hilfreiche Anleitung zur Adaptierung der dynamischen Teile bereit.

Für diejenigen Händler die bereits Product Listing Ads bzw. Google Shopping nützen, ist die Implementierung in AdWords ein sprichwörtlicher “Klacks”.

Dynamic Retargeting - Setup

Dynamic Retargeting – Setup

In einem ersten Schritt gilt es zunächst eine entsprechende AdWords-Display-Kampagne anzulegen (1.) Hierbei empfiehlt es sich prinzipiell eine Kampagne/Land anzulegen, da eine Kampagne jeweils mit einem Merchant-Center-Feed, nach Land, verknüpft werden kann.

Hat man das Konto verknüpft (2.) wird der Status mit Merchant-Center-Account-Number angezeigt (3.). Hier hat man bereits die Möglichkeit, gewisse Produkte auf Kategorie- bzw. Produktkategorie zu filtern, also nur ausgewählte Produkte für die Kampagne zu übernehmen. Dies ist hier jedoch nicht empfehlenswert, da die Möglichkeit besteht diesen Filter auch auf Anzeigengruppenebene anzuwenden. Welche Varianten es hier gibt sehen wir uns im nächsten Absatz genauer an.

Targeting

Dynamic Retargeting ist ein wahrlicher Spielplatz für jeden Online-Marketer. Den Targeting-Möglichkeiten sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Durch das standardmäßige Erstellen von vier dynamischen Remarketing-Listen seitens Google wird einem bereits viel Arbeit abgenommen, folgende vier Listen werden beim Erstellen der Kampagne automatisch angelegt:

  • Besucher allgemein
  • Frühere Käufer
  • Nutzer, die sich ein Produkt angesehen haben
  • Nutzer, die den Einkaufswagen ohne Kauf verlassen haben

Es ist auch möglich Remarketing Listen aus Google Analytics für Dynamic Retargeting zu nutzen. Mit Hilfe dieser lassen sich wunderbar strategische Nachfass-Aktionen planen und durchführen. So können beispielsweise Käufern von Fußballschuhen passende, ergänzende Artikel wie Schienbeinschützer oder Trainingsbekleidung präsentiert werden. Saisonal, mit einem passenden Slogan abgestimmt, kann dies natürlich hochrelevant sein. Der Fantasie sind dann keine Grenzen mehr gesetzt, über die vielfältigen Möglichkeiten von Google Analytics Remarketing berichtete Reinhard Einwagner bereits an anderer Stelle.

Dazu ist es notwendig, eine Analytics Remarketing Liste mit passenden Zielen einzurichten, und diese als Zielgruppe für die Dynamic-Kampagne zu definieren. Im nächsten Step müssen die Produkte, oder Produktkategorien, welche dargestellt werden sollen, über die Auswahl “Produktziele” angegeben werden:

Erweitertes Dynamic Retargeting

Erweitertes Dynamic Retargeting

Um eine optimale Aussteuerung hinsichtlich der KUR zu erreichen, empfiehlt es sich die Anzeigengruppen nach Produktsortiment oder Conversion-Wahrscheinlichkeit zu strukturieren. So zeigte sich in einem ersten Testrun, dass Kunden die weiter im Kaufprozess fortgeschritten waren – wie erwartet – eine deutlich höhere Conversion-Rate hatten. Vor diesem Hintergrund kann für diese Zielgruppe auch höher geboten werden:

Conversion-Rate nach Kaufprozessfortschritt

Conversion-Rate nach Kaufprozessfortschritt

Ähnlich verhält es sich bei der Aussteuerung nach Produktsortiment. Hier gilt es die Produktgruppen, die einen höheren Warenkorbwert erwirtschaften, in einer eigenen Anzeigengruppe zu bündeln um hier den maximalen CPC höher ansetzen zu können.

Banner Design

Während es bei “klassischen” Remarketing-Kampagnen prinzipiell keine Einschränkungen abseits der Google-Richtlinien gibt, ist man beim Design der dynamischen Banner doch limitiert:

dynamic_retargeting_design

Es können zwar Web-Farben für die Schriften definiert werden, leider jedoch die Schriftarten nicht ans CI angepasst werden. Ein Logo sowie ein passender Slogan können ebenso eingestellt werden.

Als echtes Killer-Feature kann der kommunizierte “Statt-Preis” (siehe Abbildung) genutzt werden. Ist dieser im Feed sauber gepflegt, wird er bei manchen Banner-Ausprägungen dargestellt. Die verschiedensten Ausprägungen können entweder selbst bestimmt oder von Google selbst an die Erfordernisse angepasst werden (empfohlen).

Erste Ergebnisse

In einem einmonatigen Testzeitraum mit einem Retailkunden aus dem Sportbereich konnte eine Steigerung der Conversion-Rate um 178% erzielt werden. Die Klickrate konnte im selben Betrachtungszeitraum um 31% gesteigert werden.

Sie wollen das auch?

smec unterstützt Sie bei der Strategiefindung, der Erstellung und laufenden Optimierung Ihrer Dynamic Retargeting-Kampagne.

Zögern Sie nicht, uns telefonisch unter +43 732 997002 oder per Mail an oliver.greifenstein@smarter-ecommerce.com zu kontaktieren.

Mit Google Analytics spezifische Remarketing-Strategien erstellen, die schnell an Business-Anforderungen anpassbar sind und dadurch mehr Erfolg erzielen.

Mit einer kleinen Anpassung am Google Analytics Tracking Code ist es möglich Benutzer auf Basis Ihres Nutzungsverhaltens mit hochrelevanten Werbemitteln zu retargeten. Dabei wird durch die Anpassung neben den von Google Analytics standardmäßig erhobenen Informationen auch der Google Doubleclick Cookie ausgelesen. (Wichtig: Hierzu muss eine Codezeile hinzugefügt werden und es gilt die Datenschutzbestimmungen im Verwendungsland zu überprüfen). Entscheidend für performante Remarketing-Strategien ist es dann die Zielgruppen (Remarketing-Lists) nach den wirklich ausschlaggebenden Nutzerinformationen auszugestalten. Beispielsweise können hier Nutzer getargeteten werden, die in den letzten 90 Tagen keine Bestellung durchgeführt haben. Verbindet man diese Nutzereigenschaft mit einer weiteren, wie “Nutzer, die sich die Plasma-Fernseher-Kategorie mehrmals angesehen” können hochrelevante Kampagnen genau für diese Zielgruppe geschalten werden.

Weiterlesen

Google hat gestern eine große Neuheit bezüglich des Google-Adwords-Systems vorgestellt: Enhanced Campaigns. smec war vor Ort im Wiener Google-Office und fühlte dem neuen geplanten System auf den Zahn, um zu klären welche Auswirkungen diese Neuheit für Advertiser haben wird.

Die größten Änderungen der Enhanced Campaigns zusammengefasst:

Targeting All Devices
Jede Kampagne wird nun auf alle Endgeräte (Desktop, Tablet und Smartphone) ausgeliefert. Hierbei besteht standardmäßig keine Möglichkeit mehr ein Device auszuschließen. Google’s Position ist hier klar: verbesserte Monetarisierung durch Erhöhung der Auktionsteilnehmer bzw. der Gebote. Der Artikel von Simon Jacobson im Guardian Blog beschreibt den Zusammenhang genauer. Vor allem mit folgendem Zitat:

“The cynic in me believes that the loss of flexibility for advertisers across devices will encourage more aggressive auction spaces and higher click costs across devices. But I can’t vary my bid on a tablet, despite the tablet search real estate being smaller and cleaner than on a desktop. I am forced into an auction that I may not have wanted to be a part of. If my customer uses their desktop to search one way (at work, during the day, to research), and tablet to search another (at home, in the evening, to buy) we can no longer react to this insight within AdWords.”

Der Verlust der Flexibilität bei Smartphone-Kampagnen hängt auch mit dem neu implementierten Gebotsmultiplikator zusammen, welcher als Funktionalität der Enhanced Campaigns eingeführt wird.

Gebotsmultiplikator
Advertiser können nun auf Kampagnenebene Gebotsmultiplikatoren einsetzen, die zb. das Gebot für Smartphones um einen gewünschten Faktor erhöhen oder senken. Die Spanne beträgt hierbei laut Google Österreich (vorbehaltlich) -90 % bis +300%. Wird der Gebotsfaktor auf -100% gesetzt sollte man einer Auktion auf dem Smartphone noch entgehen können. Genaueres oder Änderungen hierzu wird man noch erfahren.

Screenshot 2:8:13 2:02 PM-2

Gebotsmultiplikatoren

Neben den Zielgeräten kann auch ein Gebotsmultiplikator für die Nutzerlocation und die Uhrzeit angegeben werden (-90% bis zu +900%). Wichtig hierbei ist auch wieder, dass die Auktion für Tablets nun auch mit der Desktop-Auktion vereint wird.

Wichtig: Smartphone-Gebote können nicht mehr auf Keyword-Ebene gesetzt werden, sondern nur mehr über den Kampagnen-Gebotsmultiplikator gesteuert werden.

Sitelinks verbessert
Die Sitelinks haben nun auch wieder etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen. Diese können nun auch auf Anzeigengruppen-Ebene gesetzt werden, wodurch diese eine erhöhte Relevanz für Nutzer zur Folge haben sollten.

Zudem können Sitelinks nun auch zeitlich gesteuert verändert werden um besser auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen zu können. Dies bezieht sich leider nur auf die Anzeigenerweiterung, noch kann man keine Ads schedulen.

Screenshot 2:8:13 2:17 PM

Scheduled Sitelinks

Zudem ist es nun endlich möglich Leistungswerte der einzelnen Sitelinks einzusehen und diese kontinuierlich zu optimieren.

Smarter Ads
Textanzeigen können nun für die Auslieferung an Smartphones markiert werden. Diese Anzeigen erscheinen dann präferiert bei mobilen Suchanfragen.

Screenshot 2:8:13 2:22 PM

Mobile Ads

Conversion-Reporting
Google will in Zukunft detailliertere Conversion Reports anbieten, wobei Cross-Device-Reporting mit Sicherheit keine triviale oder bald zu erwartende Funktion darstellt.

Screenshot 2:8:13 2:23 PM

Verbessertes Conversion Tracking

 

Going Live
Die Umstellung auf Enhanced Campaigns soll laut Google bis Ende Juni 2013 abgeschlossen sein. Enhanced Campaigns können ab den nächsten Tagen migriert oder angelegt werden. Das bedeutet, dass in Kürze diese Funktionalitäten bereits genutzt werden können.

Fazit
Es bleibt spannend inwiefern sich die Veränderungen durch Enhanced Campaigns auf die Klickpreise auswirken werden. Tablet-CPCs werden mit Sicherheit steigen, da eine gesonderte Gebotsstrategie nicht mehr möglich ist, ebenso schätzen wir eine Steigerung bei Smartphone-CPCs für wahrscheinlich ein. Als besonders preistreibend auf die Desktop/Tablet-CPCs sehen wir die Gebotsmultiplikatoren an, die Ihrer natur nach schnell multiplikative Steigerungen der CPCs verursachen können.

UPDATE 11.02.2013
Schlechte Nachrichten für Mobilfunkbetreiber: Das Targeting von Betreibern ist unserer Befürchtung nach jetzt via Search nicht mehr möglich, sondern bleibt nur mehr für Display-Kampagnen erhalten.

Die API ist nach Angaben von Google bereits für enhanced Campaigns verfügbar, für den Adwords Editor soll bis Ende Februar noch ein Update kommen.

Call-Conversions können weiterhin in Österreich noch nicht gemessen werden, jedoch in Deutschland.

 

In Österreich liegt die momentane Smartphone-Durchdringung bei 36%, Tendenz steigend. Logischerweise wird dieser Kanal mit steigender Smartphone-Penetration auch für Werbende immer interessanter. Mobile Advertising hat jedoch eigene Regeln, die sich in weiterer Folge vom Mobile Business ableiten. Die zentralen Unterschiede zur “stationären” Online-Werbung liegen in der Ortsunabhängigkeit und der Ubiquität, also in der Allgegenwärtigkeit des Smartphones beim User. In diesen Schlüsselfaktoren liegt jedoch auch das große Potential der mobilen Werbung. Weiterlesen